Internationalisierung kleiner und mittlerer Unternehmen in Europa: Viele Chancen bleiben ungenutzt

Die Förderinstitute der fünf größten europäischen Volkswirtschaften (Bpifrance, Frankreich, British Business Bank, Vereinigtes Königreich, Cassa Depositi e Prestiti, Italien, Instituto de Crédito Oficial, Spanien und KfW, Deutschland) haben in Brüssel eine gemeinsame Studie über die internationalen Aktivitäten kleiner und mittlerer Unternehmen (KMU) in den beteiligten Ländern vorgestellt.

Ausschnitt – APA OTS Pressenews  – 3.2018
(https://www.ots.at/presseaussendung/… )

KMU und Internationalisierung:

Die Rolle von KMU im internationalen Handel bleibt deutlich hinter dem Gewicht zurück, das sie in ihren jeweiligen Heimatmärkten haben, wo sie mehr als 50 % zur Wertschöpfung beitragen und zwei Drittel der Arbeitsplätze bereitstellen. So exportieren weniger als 30 % aller KMU ihre Waren oder Dienstleistungen – überwiegend in andere EU-Länder -, nur 3 % sind mit Direktinvestitionen in anderen Ländern präsent.

Mehr Profit möglich:

Die Studie zeigt, dass auslandsaktive KMU innovativer, wachstumsstärker und profitabler sind. Unternehmen, die auf Auslandsaktivitäten verzichten, begründen dies in erster Linie mit fehlendem Fachpersonal sowie mit unzureichendem Know-how über die administrativen und rechtlichen Anforderungen in den Zielmärkten.

Deutschlands Unternehmen sind aktiver:

Im Vergleich der fünf größten europäischen Volkswirtschaften sind deutsche Mittelstandsbetriebe deutlich internationaler ausgerichtet. Der Anteil der exportierenden KMU liegt in Deutschland mit 51 % mehr als 20 Prozentpunkte über dem Durchschnitt. Vier von fünf exportierenden KMU in Deutschland setzen ihre Waren und Dienstleistungen in anderen EU-Ländern ab, mehr als in jedem anderen der betrachteten Länder.